Die staatliche Versorgung, Getreide, Bauten und Bürgerrecht

Eine der wichtigsten Aufgaben des Staates war die Versorgung der Bevölkerung mit Getreide. Da Rom eine sehr grosse Stadt war, konnte sie sich nicht selbst versorgen. Das Getreide kam vor allem aus Nordafrika und Ägypten. Der Staat kümmerte sich um den Transport, die Lagerung und die Verteilung. Viele Menschen bekamen das Getreide kostenlos oder sehr günstig. Dadurch mussten sie weniger Angst vor Hunger haben und es kam seltener zu Aufständen. Ohne Hilfe vom Staat hätte es schnell Hunger, Ärger oder sogar Aufstände gegeben. Deshalb musste die Regierung dafür sorgen, dass alles ruhig blieb. Die römischen Kaiser liessen viele öffentliche Gebäude bauen. Dazu gehörten Aquädukte, die sauberes Wasser in die Stadt brachten. Dieses Wasser wurde für Brunnen, Badeanlagen und Toiletten genutzt. Ausserdem entstanden Strassen, Tempel, Plätze und Markthallen. Diese Bauten machten das Leben in der Stadt einfacher und schöner. Gleichzeitig boten sie vielen Menschen Arbeit. Mit der Zeit bekamen immer mehr Menschen im Römischen Reich das römischen Bürgerrecht.