Alltag, Sprache und die Rolle der lokalen Eliten

Typische öffentliche Bauten waren Tempel (oft für Jupiter, Juno und Minerva), Amphitheater, Theater und Thermen. Im Westen des Reiches setzte sich Latein als gängige Verkehrssprache durch, was die Entstehung der romanischen Sprachen (Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch) zur Folge hatte. Die Bevölkerung selbst trug ebenfalls viel zur Romanisierung bei. Viele Menschen übernahmen römische Gewohnheiten, weil sie ihnen Vorteile brachten. Besonders die lokalen Eliten profitierten, denn mit dem römischen Bürgerrecht erhielten sie Zugang zu politischen und militärischen Laufbahnen. Dadurch waren sie eng mit Rom verbunden und unterstützten den Wandel in ihren Regionen. Auch das römische Militär beeinflusste das Leben in den Provinzen. Legionäre lebten oft jahrelang in grossen Lagern wie Vindonissa. Rund um diese Lager entstanden Märkte, Werkstätten, Tavernen und Badeanlagen, die von Soldaten und Einheimischen gemeinsam genutzt wurden. Durch diese täglichen Begegnungen verbreiteten sich römische Gewohnheiten schnell in der Umgebung.